POP 10-09

      * soundtrack * filmmusic * pop/rock * catalog * jazz * electro * world * audiobook *

    Air - Love 2
    Virgin France - EMI
     
     

    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
    Videotipp: Das bei Bruno Bozzettos klassischer Fumetto-Animation borgende, psychedelisch angehauchte "Sing Sang Sung".

    hjhhhh
    Virgin France - EMI

    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/

     
    VIDEO-TIPP

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    TIPP

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     Titel LIVE TIPP
     
     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.



    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
     

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     Titel  
     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.
    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
     

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     Titel  
     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.
    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
     

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     Titel  
     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.
    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
     

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     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.
    Air werden mit dem "Love 2" betitelten fünften Album polarisieren. Einerseits nimmt man nach zuletzt schwächeren Leistungen erstaunt, aber dankbar die Ähnlichkeiten zum legendären Debüt "Moon Safari" mit seinen feinen Popsong-Strukturen wahr. Andererseits herrscht süßer Wohlklang galore, für manchen vielleicht eine Überdosis, zumal der Rückwärtsgang mangels Perspektive der Suche nach anderen, experimentelleren Klang-Formaten eingelegt sein könnte. Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin haben sich ein neues, analog geprägtes Studio eingerichtet und selbst produziert. Und im Privaten hat die gleich zwiefach neu gefundene Liebe für den Albumtitel gesorgt. Da erübrigt sich allzugroße Strenge. Retro der gelungenen Sorte. http://en.aircheology.com/
     

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     Titel  
     Original Soundtrack – Composed by Clint Eastwood
    Varese Sarabande/Colosseum
     
     
     
    Der verdiente Oscar-Regen für Clint Eastwoods gerade gestartetes Boxer-Drama Million Dollar Baby liess in der Berichterstattung leider nur wenig Raum für die bemerkenswerte Tatsache, dass der 74-jährige Autodidakt mittlerweile auch fast die gesamte Musik zu seinen Filmen in Eigenregie komponiert. Für diese Soundtrack-CD firmiert Eastwood sogar als Producer, wobei die meiste Arbeit diesbezüglich wohl an der filmmusikverrückten Varese-Fachkraft Robert Townson hängengeblieben sein dürfte. Aus der unmittelbaren Kompositions-Anleitung seines Orchestrators und Dirigenten Lennie Niehaus mittlerweile entlassen, frönt der Altstar seinen bekannten musikalischen Vorlieben für (sehr) einfache Melodien sowie Piano- und Gitarrenklänge auf der Basis von Bluegrass, Jazz & Blues (Sohn Kyle durfte ein Stück beisteuern, wofür sich Big Daddy wiederum mit einem Beitrag auf dessen letztem Album revanchierte - siehe reviews 2-04). Auch wenn das Hauptthema über Cd-Länge etwas häufig erklingt, funktioniert das Album als Souvenir dieses bewegenden Spätwerks der Hollywood-Allround-Legende Eastwood.  

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     Various Artists – Chill:Brazil 2 & 3  
     Warner Music Brasil/WSM  
     
     
    Brazil-Stars als Compiler von „sexy soul bossa tracks“ – diesem Schema und der ersten Ausgabe, die von Bossa-Nova-Pionier Marcos Valle zusammenegstellt wurde, folgt diese feine Reihe, in der bei weitem nicht nur Warner-eigenes Material zusammenkommt, auch wenn das möglicherweise die initiale Idee gewesen sein mag. Für Folge 2 und 3, die dem gelungenen Erstling nun mit dreijähriger Verzögerung nachfolgen, haben legendäre die Sängerin Joyce sowie Kulturminister Gilberto Gil Valles Job als Editoren offensichtlich sehr inspiriert übernommen, für sanfte Übergänge sorgte Marcus Vinicius. Der Ansatz ist bei beiden Doppelaben der gleiche, es gibt keine Überschneidungen, der Bogen wird von den 60s bis heute geschlagen, Superstars stehen neben One-Hit Wonder-Artists - aus der Überfülle der 36 bzw 38 Tracks einzelne herauszuheben, sprengt hier den Rahmen, aber die Empfehlung könnte nicht stärker betont werden. Irt´s all here – you cannot go wrong with these two records!  

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     1 - Richard Hawley - Truelove´s Gutter TIPP
    2 - Newton Faulkner - Rebuilt By Humans
    3 - Jeb Loy Nichols - Strange Faith And Practice
    Mute/EMI - Columbia/SonyBMG - Impossible Ark/Groove Attack

    1 Richard Hawleys leiises neues Album bietet klassisch melancholische Herbstmusik. Vogelgezwitscher im Ambient, bis die Gitarre sich dazuwagt. Hawleys samtig intonierter Songzyklus über die späten Nachtstunden ist ein weiterer großer Wurf für den früheren Pulp-Gitarristen, der es hinbekommt, seine zuweilen sinfonischen Wehmut Balladen zwischen Johnny Cash und Frank Sinatra anzusiedeln, ohne sich zu übernehmen. Und wer könnte das schon sonst von sich behaupten? Konsensalbum. Play all tracks.
    2 Newton Faulkner knackte mit seinem Debüt "Hand built by Robots" 2008 in Großbritannien gleich die Millionenmarke. Das treibt Erwartungen beim Zweitling in die Höhe. Bei den Aufnahmen zu "Rebuilt By Humans" galt es für den Saiten-Wizzard Anfang des Jahres einen Handgelenkbruch wegzustecken. Offenbar erfolgreich, was die Motorik anlangt: Faulkner benutzt seine Gitarre weiter auch als Perkussionsinstrument. Es gibt in seinen Songs weniger sonnige Jack-Johnson-Attitüde, mehr angedüsterte, melancholische Töne, aber auch mehr Schmalz, Verzeihung,Pathos. So dicht wie Faulkner jetzt am Mainstream baut, interessiert uns das leider weniger.
    3 Der in Wyoming geborene Wahl-Waliser Singer/Songwriter und Maler kommt uns auf "Strange Faith And Practice" mit in Country & Folk verwurzelten, Soul- und Jazz-beeinflussten Balladen. Immer mal wieder wird auch der -ungleich irischere -Van Morrison als Vergleich bemüht, hat sich Jeb Loy Nichols doch für sein aktuelles Album auch mit einem Streichquartett zusammen getan. JLN hat Einiges zu bieten, kommt allerdings konsequent auf leisen Sohlen daher. Es wird etwas dauern, bis die Fan-Gemeinde wächst. „Home Wasn’t Built In A Day“


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    LIVE-TIPP listening
     
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    1 - Helgi Hrafn Johnsson - For The Rest Of My Childhood
    2 - Kings of Convenience - Declaration of Dependence
    3 - Siri Svegler - Silent Viewer
    Sevenahalf/Broken Silence - Virgin/EMI - Compost/Groove Attack

    1 Sigur Rós-Posaunist & Weggefährte Helgi Jonsson bewegt sich auf seinem neuen Album weiter in Richtung der derzeitigen isländischen Vorzeigeband. Auf "September" klingt Jonssons fast androgyner Gesang stark nach Jónsi Birgisson und wechselt ebenso zwischen Isländisch und Englisch. Den fragil-vertrackte Balladen des Multiinstrumentalisten dürfte die Nähe kommerziell nicht schaden, ist die Fangemeinde von SR doch erklecklich. Ende Oktober im Vorprogramm von Tina Dico live in Germany, am 25.11. im 59:1 in München.
    2 Nach dem Debüt "Quiet is the new loud" (2001) und "Riot on An Empty Street"(2004) dauerte es fünf Jahre bis zum nächsten gemeinsamen Album von Erlend Oye und Eirik Glambek Boedas. Immer noch in der Spitzengruppe des mittlerweile nicht mehr so neuen Acoustic Movement segelnd, verlässt das norwegische Flaggschiff-Duo mit dieser Abhängigkeitserklärung kaum die vertrauten Gewässer: Stimmige Akustikballaden mit immer noch an Garfunkel & Simon gemahnendem Chorgesang, vorzugsweise vorgetragen zur Gitarre, selten garniert von Klavier oder Streichern. Höchstens in der Verteilung der jeweils höheren und tieferen Stimme gestatten sich die beiden einige Wechsel. Bis zum rechnerisch 2016 zu erwartenden nächsten Album der Kings of Convenience muss sich die treue Fangemeinde wohl mit nunmehr drei sehr ähnllichen Alben, Skandinavienurlauben und Oyes dynamischerem `Mehr als Neben-Projekt´ The Whitest Boy Alive bei Laune halten.
    3 Die aus schwedische Schauspielerin (u.a. Kleinstrolle in Wolfgang Petersens „Troja“), Singer/Songwriterin Siri Svegler reüssierte unlängst beim Förderwettbewerb der VW Soundfoundation. Der Plattenvertrag bei Compost Records erstaunt dennoch eher. Schwups ist ein Album mit selbstgeschriebenen Songs da, wo es erst für eine gute Single reichen würde - in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Frank Schellenberger (Mocky, Smudo, Samy Deluxe, Ex-Sarah Kuttner MTV-Band..) entstanden. Mal sehen, ob es so zum beschworenen Stern am Pop-Himmel reicht, oder zumindest zur Sternschnuppe: Ex-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier lud Siri gleich zweimal ins Auswärtige Amt ein und Seal hat sich schon zum Duett angemeldet. Play Tracks 1, 5.


    LIVE-TIPP listening
     
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    1 - New Model Army - Today Is A Good Day
    2 - The Cinematics -
    3 - Manchester Orchestra - Mean Everything To Nothing
    Attack Attack/Alive - TVT/Intergroove - SMI/Columbia/SonyBMG

    1 This Storm is beautiful...Frontmann Justin Sullivan und seine New Model Army legen sich auf der aktuellen CD mit dem dem Wall Street Kollaps gewidmeten Title Track und Opener "Today is a good Day" mit johlenden Gitarrenriffs und einem brachialem Schlagzeug gleich mächtig ins Zeug. Und mit einem Abgesang auf den Kapitalismus geht es weiter, in "Autumn" erklingt der schwarzhumorige Chorus "everything is beautiful cause everything is dying". Das elfte Album der gesellschaftskritischen Waverocker kommt voller Spielfreude daher und versorgt die Fans mit gewohnt drängenden Rockhymnen und gelegentlichen Balladen. Interessanterweise besinnt sich Sullivan hierbei auch auf eine starke Komposition von seinem Solo- und Konzeptalbum von 2004, "Navigating By The Stars": "Ocean Rising". Im November live In Deutschland, zuerst in München am 13.11. (Muffathalle).
    2 Die Cinematics haben sich vorgenommen, so wie eine druckvollere Kreuzung aus The Cure und Echo & The Bunnymen zu klingen. Das ist ein paar Songs lang ganz ok (und live sicherlich auch, im November steht der zweite Teil einer im September begonnenen D-Tour an). Originalitätspreise gibt es dafür fast dreissig Jahre später nicht, zumal die CD in der zweiten Hälfte mit diversen Wiederholungen abbaut. Play Tracks 1-4.
    3 Dritte im Rockbunde: das Manchester Orchestra. Deren Bandname führt in die Irre: Weder stammt man aus Manchester, sondern aus Atlanta jenseits des Atlantik, noch erreicht man mit fünf Mann Orchesterstärke. Britisch klingt es allerdings hier und da, wenn die Musiker um den 22-jährigen Sänger Andy Hull loslegen. "Mean everything to nothing" geht mit schroffen, aber melodischen Gitarrenriffs aber auch in Richtung Emo und Grunge , was nach 15 Jahren auch noch keinen Retro-ZUg in Bewegung setzt. Vom 13.-15. drei deutsche Konzerte (Berlin, Hamburg, Köln) www.myspace.com/mnachesterorchestra


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    1- Alice Russell - Pot of Gold LIVE-TIPP
    2 - Sam Paglia - Electric Happiness
    3 - Tower of Power - Great American Soulbook
    Differ-Ant - Deja Vu, both: Groove Attack - Care Music/Edel

    1 Auf dem vierten Album müssen die Songs vor allem eines sein - eine gute Grundlage für Alice Russells bemerkenswerte Stimme, die schon bei Massive Attack, The Roots oder Quantic zum Einsatz kam. Sie ist vielseitig und deckt die gesamte Bandbreite -von gefühlvoll bis cool- glaubwürdig ab. White Soul, aber nicht blue-eyed. Mörder-Sängerin. Dagegen kann Amy Weinhaus (sowieso), aber auch die eine oder andere R&B-Lady einpacken.. Play "Crazy". Vom 7.-11. November 4 deutsche Konzerte (leider nicht in München). In der zweiten Novemberhälfte dann im UK auf Tour. myspace.com/alicerusselluk www.alicerussell.com 2 Nachdem der italienische Cartoonist und Performer Sam Paglia, dem einen oder anderen vielleicht vom Irma-Label aus Bologna bekannt, mit "The Rare Sam Paglia" ein reines instumentales Album vorlegte, wird auf "Electric Happiness" wieder gesungen - jazzig und ohne die bisherige Klamauk-Note. "Electric Happiness" ist über weite Strecken auch durchaus soulig geraten und punktet immer wieder mit sattem Hammond-Sound. www.myspace.com/sampagliamusic 3 Die zehnköpfige Funktruppe aus Oakland bei San Francisco verpflichteten für ihr "Great American Soulbook" etliche Gastsänger(innen), u.a. Joss Stone, Sam Moore, Sir Tom Jones, Huey Lewis und äh...Stefanie Heinzmann. Uns gefällt allerdings das vom etatmäßigen Sänger Larry Braggs gesungene "Me & Mrs. Jones" am besten, auch sein Duett mit der Stone für "(Heaven Must Have Sent) Your Precious Love" kann sich hören lassen. Auch George Duke schaut mal vorbei. Oft gehörte Soul-Klassiker von den Tower of Power-Bläsern nun mit chirurgischer Präzision und dennoch alles andere als clean, neu- und gutaufgelegt. Klanglich astreine Traditionspflege. In der ersten Novemberhälfte auf Deutschland-Tour. Die Münchner Muffathalle ist am 13.11. dran.


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    1 - Fight Like Apes - ...And The Mystery Of The Golden Medallion
    2 - I Might Be Wrong - Circle The Yes LIVE-TIPP
    3 - Matt & Kim - Grand
    Strangeways/Indigo - Sinnbusrec/Alive - Nettwerk/Soulfood

    1 Gerade konnten sich die irischen Fight Like Apes mit den Songs ihres Debüts live auf einer ersten Deutschlandtournee beweisen, nachdem sie im UK im Vorprogramm von The Ting Tings und The Prodigy überzeugen konnten. Ihr "obnoxious pop" kommt ohne Gitarren aus und schafft es trotzdem, mit Bass, Schlagzeug und Keyboards erheblichen Druck über die Lautsprecher zu senden. Und Sängerin May Kay und Bandkollegen offerieren den deutschen Powerpop-Fans auf dem Debüt netterweise gleich 2 Bonustracks. www.myspace.com/fightlikeapesmusic
    2 Lisa von Billerbeck von der Berliner Band I Might Be Wrong weckt mit ihrem feinen Gesang vom Anfang weg Interesse. Welches ihre Band dann über Albenlänge auf dem zweiten sanft vertrackten Indiepopwerk doch nicht ganz einlösen kann. Da geht noch mehr. Play Tracks 1-4, 7.
    Auch diese Band tourt im Oktober durch die Republik.
    Daten: www.imightbewrong.de www.myspace.com/youmightbewrong
    3 Aufsehenerregende Videos zahlen sich auch in Post-MTV-Zeiten noch aus. Nachdem Matt & Kim mit ihrem Strip am Times Square für den Clip zur Single "Lessons Learned" die Blogs aufmischten, erscheint das zweite Album des New Yorker Pärchens endlich auch bei uns. In den USA ist das Dancepunkduo ein angesagtester Liveact. Die Musik der Studenten Studenten Matt Johnson (Film) und Kimberley Schifino kokettierte anfangs mit Trash-Attitüde, die aber für "Grand" recht ausgefeiltem Clash-Chorgesang und zumindest 3-4 veritablen Ohrwurm-Songs gewichen it, immerhin die Hälfte der nur knapp 30 Minuten Spielzeit. Play Tracks 1,2,5, 6.


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