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🇺🇦 Ukraine im Fokus - DokFest, Werkstattkino, Filmmuseum München

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1 dokfest muc 22 nawalnyDas DOK.fest eröffnet am 4.5. im Deutschen Theater mit Nawalny (s.u.) und auch das Münchener Werkstattkino launcht eine bemerkenswert kuratierte Filmreihe zu Putins Vernichtungskrieg in der Ukraine: RUSSISCHE LEKTIONEN (5. - 11.05.)!


Donnerstag 28.04.22, filmmuseum münchen: this rain will never stop 🇺🇦

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🇺🇦 Ukraine 2020 | Regie: Alina Gorlova | Drehbuch: Alina Gorlova, Maksym Nakonechnyi | Kamera: Vyacheslav Tsvetkov | Musik: Goran Gora, Serge Synthkey | 104 min | Fassung: Kurdisch, Russisch, Ukrainisch, Arabisch, Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Die Regisseurin: „Dies ist nicht mein erster Film über den Krieg. Die Psychologie bewaffneter Konflikte fasziniert mich schon seit Langem. Warum ist das Schicksal unserer Spezies so eng mit dem Drang zur Aggression verwoben? Warum bewundern die Menschen Militärparaden, haben aber gleichzeitig Angst vor dem Krieg? Sie wollen die Freiheit und sind bereit dafür zu kämpfen, aber sie haben Angst zu sterben und ihre Angehörigen zu verlieren." 🇺🇦

 

Der preisgekrönte Dokumentarfilm THIS RAIN WILL NEVER STOP der ukrainischen Regisseurin Alina Gorlova steht in der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, dem 28.4.22 um 19.00 Uhr auf dem Programm des Münchner Filmmuseums. ­Der in CinemaScope und Schwarzweiß gedrehte, kürzlich gestartete Kinofilm folgt dem 20-jährigen Syrer Andriy Suleyman beim Versuch, nach seiner Flucht aus Syrien 2012 in der Ukraine eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Seine Entscheidung, als Freiwilliger beim Roten Kreuz zu arbeiten und die neue Heimat nicht zu verlassen, wird zu einem existenziellen Essay über Zugehörigkeit und persönliche Verantwortung. Der Film ist in 10 Teile unterteilt, jeweils durch eine arabische Zahl gekennzeichnet: 01234567890, von 0 bis 0, wie der Kreislauf von Krieg und Frieden, Zerstörung und Wiederaufbau, Leben und Tod... 🇺🇦

Dokfest München: Nawalny und vier weitere filme zum krieg in der ukraine

Vom 04.-15. Mai 2022... 🇺🇦

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Nawalny © DOK.fest München
Daniel Sponsel und Adele Kohout (Festivalleitung): Der Eröffnungsfilm skizziert umfassend, dass unsere Erwartung, in Russland würden sich nach dem Zerfall des Sowjetsystems stabile demokratische Strukturen etablieren, nicht eingetreten ist. Auch die an der Wirtschaft und dem Markt orientierte Idee der Partnerschaft erweist sich als obsolet. Die blühenden Landschaften im Osten sind mehr oder weniger den Oligarchen vorbehalten und das Land bleibt unter Putin gefangen in den Weltmachtansprüchen der Sowjetunion. Die brutale Gegenwart folgt ihrem langen Schatten der Vergangenheit, den wir so lange nicht sehen wollten. Die ersten Opfer eines jeden Krieges sind die Wahrheit und die Menschlichkeit. Die Filme aus und über die Ukraine in unserem Programm bezeugen eindrucksvoll, wie die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft davon betroffen sind.“ 🇺🇦


PUSHING BOUNDARIES © DOK.fest München
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TIPP

 

 

🇺🇦 Angesichts des brutalen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine zeigt das 37. DOK.fest München fünf Filme, die sich mit dessen Vorgeschichte beschäftigen: vier aktuelle Filme aus der Ukraine sowie den Eröffnungsfilm NAWALNY über Russlands wichtigsten Oppositionellen.

Zwei Filme thematisieren den jahrelangen Krieg um den Donbass, von der internationalen Öffentlichkeit allzu schnell wieder vergessen: TRENCHES begleitet ukrainische Soldat.innen, die dort gegen von Russland unterstützte Separatisten kämpfen. Der Film begleitet sie hautnah in ihrem Alltag in endlosen Schützengräben. DONBAS DAYS handelt von Kuba, einem 19-jährigen tschechischen Zirkusartisten, der in seinem Gap-Year in die Ukraine reist, um vom Krieg geprägten Kindern Jonglierunterricht zu geben. A HOUSE MADE OF SPLINTERS macht die Folgen des Krieges in der Ostukraine erfahrbar: Regisseur Simon Lereng Wilmont drehte in einem Heim für Kinder aus schwierigsten Verhältnissen. In Folge des Krieges von 2014 gibt es in der Ostukraine deutlich mehr zerrüttete Familien. PUSHING BOUNDARIES: Während der Paralympischen Spiele in Sotschi annektierte Russland die Krim und nahm dem ukrainischen Team das Trainingszentrum. Der Film folgt fünf Sportler.innen, die dennoch trainieren, während sich die Grenzen um sie herum verschieben... 🇺🇦

Stattdessen holte er sich die Hilfe der Musikproduzenten Nile Rodgers und Greg Wells.


(mehr dazu bei www.vip.d

 
WICHTIGE FILMREIHE RUSSISCHE LEKTIONEN (5. - 11.05.) im Werkstattkino! Aus dramatischem, traurigen Anlass.
WEISSE RABEN - ALPTRAUM TSCHETSCHENIEN - Deutschland 2005.

Dokumentarfilm von JOHANN FEINDT & TAMARA TRAMPE. HD Digital. 92 Min 2.Tschetschenien(Putins)-Krieg. Die beiden Filmemacher haben über mehrere Jahre hinweg die Soldaten beobachtet, die traumatisiert und an Leib und Seele verkrüppelt keinen Platz mehr finden in der Gesellschaft, die sie nicht haben will. Doch sie sind - und das verschweigt der Film keinesfalls - nicht nur Opfer der Regierung, sondern sie werden auch zu Tätern. Und selbst bei diesen Bildern ahnt man, dass das wahre Grauen in Tschetschenien um ein vielfaches größer sein muß. * Donnerstag, 5.5. und Montag, 9.5. jeweils um 20.00 h


THE BEAST (OF WAR) - USA 1988.

Spielfilm von KEVIN REYNOLDS. Digital. 105 Min. Originalfassung (englisch/paschtu) mit deutschen Untertiteln.Afghanistan 1979, im zweiten Kriegsjahr. "The beast", das ist ein russischer T55- Panzer und seine Besatzung im Kampf gegen die örtlichen Mudjaheddin. Nicht nur die unmenschliche Art der Kriegsführung gegen Zivilisten und Gefangene, sondern auch die "innere Erziehung", das Mobbing gegen Untergebene und Kameraden in den eigenen Reihen, lässt bei einigen Soldaten Zweifel am Sinn des Feldzugs aufkommen. Am Ende lautet das Fazit: gegen den Hass derer, die man ja zu retten vorgab, kannst du nicht bestehen. Knallharte amerikanische Propaganda-Action.Donnerstag, 5.5. um 22.00 h und Samstag, 7.5. um 22.15 h


RUSSIAN LESSONS - (UROKI RUSSKOGO) - Russland 2009.

Dokumentarfilm von OLGA KONSKAYA & ANDREY NEKRASOV.Digital. 110 Min. Originalfassung (russisch) mit englischen Untertiteln August 2008. Georgien greift seine eigenen Provinzen Südossetien und Abchasien an. Osseten und Abchasen wollen sich von Georgien trennen und bitten Russland um Schutz. Der Film der beiden russischen Filmemacher hinterfragt nicht nur die Schuld an dem Krieg sondern kritisiert auch die Art der Kriegsführung durch Russland, für das der Verlust von Menschenleben, auch das der eigenen Soldaten überhaupt keine Rolle zu spielen scheint. Der Film ist eine bittere Abrechnung mit Moskaus Politik gegenüber seinen eigenen Bürgern und Nachbarn. Nekrasov: "So wie wir den Kaukasus zerstören, zerstören wir unsere Seele, zerstören wir Russland." * Freitag, 6.5. um 20.00 h und Dienstag, 10.5. um 17.45 h


FEGEFEUER - (CHECHENIA WARRIOR - CHISTILISHCHE) - Russland 1998.

Spielfilm von ALEKSANDR NEVZOROV. Digital. 120 Min. Originalfassung (russisch/tschetschenisch) mit deutschen Untertiteln. Grozny 1995, im 1. Tschetschenien(Jelzins)-Krieg. Die russischen Truppen haben die Stadt besetzt und fast ganz zerstört. Ein russischer Verwundetentrupp versucht sich in das fast zerstörte Krankenhaus der Stadt durchzukämpfen. Aber der tschetschenische Widerstand (hier: Terroristen) versucht, dies zu verhindern. Ein Film von und für Freunde eines Grossrusslands. Selbst gegen einen übermächtigen (?) Gegner hält der russische Soldat stand dank seines Durchhaltewillens und seiner stärkeren Moral, weil er der gerechten Sache dient. Für die Vorbereitung von Extremfällen wie den Überfall auf die Ukraine werden Filme wie CHISTILISHCHE fürs russische Fernsehen gemacht. "Nach diesem Film möchte niemand mehr zum Militär" (Chuck Vincent, Hollywood Reporter) Wenn er sich da mal nicht täuscht! * Freitag, 6.5. um 22.15 h und Montag, 9.5. um 22.00 h


KATYN - Polen 2007.

Spielfilm von ANDRZEJ WAJDA. HD Digital. 118 Min. Originalfassung (polnisch/russisch) mit deutschen Untertiteln.

September 1939. 17 Tage nach dem deutschen Überfall marschiert auch die Rote Armee in Polen ein und besetzt die östliche Hälfte des Landes. Ein Großteil der intellektuellen Elite und höheren Offiziere Polens werden gewaltsam in die Sowjet-Union deportiert und dort in fensterlosen Kleinbussen des NKWD, genannt "Schwarze Raben", zu ihren Hinrichtungsstätten gebracht. Im Sommer 1941, kurz nach dem Angriff Hitlers auf die UdSSR, findet die Deutsche Wehrmacht bei Katyn und Minsk Massengräber mit über 25.000 ermordeten polnischen Offizieren. Der Film beschreibt den Leidensweg eines dieser Opfer Stalins. * Samstag, 7.5. und Mittwoch, 11.5. jeweils um 20.00 h


DIE WISMUT - Deutschland 1993.

Dokumentarfilm von VOLKER KOEPP. Digital. 111 Min.
Im sächsisch-thüringischen Erzgebirge entstand 1946 die sowjetische Aktiengesellschaft WISMUT, um hier Uran für die Atombewaffnung der UdSSR als Antwort auf Hiroshima und Nagasaki zu fördern. Das hieß: Uran um jeden Preis. Der Film porträtiert eine geschundene Landschaft und Menschen, die Unglaubliches, Tragisches, aber auch Komisches zu berichten haben. Die Gefahren, die von der Strahlung und der Staubentwicklung ausgingen, waren bekannt. Am Ende der DDR und der Einstellung der Uranerzförderung werden 500.000 Menschen bei der WISMUT 220.000 Tonnen angereichertes Uran produziert und Tausende ihr Leben dafür gegeben haben. Gleichzeitig wird eine der größten Umweltkatastrophen der Welt offensichtlich. * Sonntag, 8.5. um 17.45 h

WINTERKRIEG (TALVISOTA) - Finnland 1989.

Spielfilm von PEKKA PARIKKA. HD Digital. 197 Min. Originalfassung (finnisch) mit deutschen Untertiteln.

November 1939. Stalin lässt 500.000 Soldaten an der Grenze zu Finnland aufmarschieren, um Teile Kareliens einzufordern. Nachdem Finnland dies verweigert, beginnt der Überfall. Nach harten Kämpfen bei z.T. 40 Grad Kälte und dem Zusammenbruch der sogenannten Mannerheimlinie, ist das kleine Land gezwungen, ihre östlichen Provinzen abzutreten. Der Film beschreibt die Hölle des Winterkriegs aus der Sicht eines finnischen Infanterieregiments, das hauptsächlich aus Bauern besteht. WINTERKRIEG ist sicher einer der realistischsten und nüchterndsten Kriegsfilme aller Zeiten. Ein Meisterwerk! * Sonntag, 8.5. um 20.00 h


AFGHAN BREAKDOWN - (HÖLLE OHNE AUSWEG/AFGANSKIY IZLOM) - Russland/Italien 1992.

Spielfilm von VLADIMIR BORTKO. Digital. 160 Min. Deutsche Fassung.

Afghanistan 1987, im letzten Kriegsjahr. Die UdSSR hat sich mit der Niederlage in Afghanistan abgefunden. Es geht nur noch darum, mit möglichst geringen Verlusten rauszukommen: Nichts wie weg von hier! Aber die Mudjaheddin unter ihrem Führer Nadil wollen den Russen noch möglichst hohe Verluste zufügen. Ihren Frust reagieren die sowjetischen Soldaten an der Zivilbevölkerung ab. Nicht wie heute, wo man in Russland das Wort Krieg im Zusammenhang mit der Ukraine nicht in den Mund nehmen darf, konnten wohl Filme wie AFGHAN BREAKDOWN gedreht und ungehindert in Russland auch gezeigt werden * Dienstag, 10.5. um 20.00 h

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