Der Magier im Kreml - Putin nebst Spindoktor - neu im Kino
der magier im kreml
Constantin - D-Kinostart 09.04.2026
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* Deutscher Trailer * Englischer Trailer The Wizard of the Kremlin * |
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Im Russland der frühen 1990er herrscht Aufbruchs- & Goldgräberstimmung. Hier, im Auflösungsprozess der Sowjetunion, führt der Weg des an die Biographie des realen Kreml-Spindoktoren Wladislav Surkow angelehnten Protagonisten Vadim Baranov (Paul Dano - There Will Be Blood) über Theaterregie und Jobs im TV-Imperium von Oligarch Boris Beresowski (Will Keen) an die Seite von Geheimdienstchef Putin (Jude Law - Eden), dessen Aufstieg zum Staatsoberhaupt er in der Folge begleitet und mitinszeniert. Der zwischen schwarzer Groteske & Politthriller angelegte Film jagt über zweieinhalb Stunden durch die jüngere russische Putinismus-Polithistorie: u.a. die Macht-Übergabe an den `neuen Zaren´, die Krise um das abgesoffene Atom-U-Boot `Kursk´, Oligarchen-Hatz, Sotschi-Winterspiele & Krim-Besetzung (ferner die Kiewer Maidan-Scharfschützen, deren Organisation Baranov zugeschrieben wird) paradieren vorbei - eher im Stil einer limitierten Streaming-Serie. Und zwar versetzt mit überzeichneten, an der Grenze zur Karikatur angelegten Cameos für im Westen bekanntere Akteure wie das zur TV-Ansprache an seinen Stuhl geschnallte Alkoholwrack Boris Jelzin (n.n.), Gastro-Emporkömmling & Wagner-Militionär Jewgeni Prigoschin (Andris Keiss) - hier als Trollfabriken-Mastermind, denn die Rolle eines Kriegs-Haudegen (im bombigen Tschetschenien-Konflikt - ein im Cast nur als `Rebel´ gekennzeichneter Ramsan Kadyrow (Raitis Zinits Piesis) - war ja im Drehbuch schon vergeben... Hauptattraktion des Films ist Jude Laws Putin-Schaulaufen - konzentriert, lauernd, von kalt & bedrohlich bis zynisch & aggressiv. Ihm war "diese unterdrückte Frustration" wichtig, "die aus jeder Begrenzung seiner Macht resultierende Wut. Die für mich bislang größte Herausforderung." Was etwas heißen will, immerhin war Law auch schon als Papst gefordert. Was an Paul Danos blassem Kommunikationsflüsterer dagegen magisch wirken soll, bleibt ein Rätsel. Diesem gebildeten, stillen, aber völlig leeren Blatt, dem andere schlicht egal sind, nimmt man weder den machtpolitischen Gestaltungswillen noch die On-Off-Love Story zum fiktiven Luxusgeschöpf Ksenia (Alicia Vikander, Grenzenlos), und schon gar nicht die Vaterliebe zum ganz zum Ende daraus resultierenden Töchterchen ab. Kein charismatisch-tragischer Rasputin, nur ein sich in sein Schicksal fügender Apparatschik, der immerhin begreift: "Russland hat meinen Großvater und meinen Vater verschlungen - und mir wird es wohl genauso gehen." Regisseur & (mit Emmanuel Carrère) Co-Autor Olivier Assayas liefert mit seinem im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig 2025 als Weltpremiere gelaufenen Film ein etwas unentschiedenes Drama ab. Im Sinn hatte er immerhin einen "film about politics — and the perversity of its methods, which now hold us all hostage." Bis zur moralischen Frage an alle Zuschauer/Mitläufer: "How do we walk this razor’s edge — guilty & innocent, yet all tragically complicit?" kann man ihm hier weniger folgen. - sr ♦ |
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