Baxter Dury - mit Album Allbarone live in Germany - 27.11. - 02.12.25

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baxter dury - allbarone
Heavenly / PIAS
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Regelmäßiger Gast an dieser Stelle: Dury junior. Neuntes Album, neun Songs, neuer Produzent. Dury überlässt die Arbeit an den Reglern erstmals vollständig einem anderen, woraufhin Epworth auch als Co-Writer und Keyboarder maßgeblich Einfluss nimmt und einige frische Arrangements in die Variationen des von Dury selbst so bezeichneten “mature art school rave” bringt - letzterer im wesentlichen bestehend aus BDs Cockney-Vocal-Zinnober (von Sprechgesang bis `shoutoutloud´), unterlegt mit unterschiedlich fetten Discobeats und den feinen Backgroundvocals der bewährten Kräfte J Grrey & Madeleine Hart plus Fabienne Debarre (beim ARTE Gig onstage) oder Georgie Jesson. BD selbst gibt im Call & Response mit den Ladies erneut den sarkastischen und selbstreflexiven Erzähler, zwischen verregneter Einsamkeit im Nachtleben ("all-bar-one"), Spott über Hipster oder die englische Mittelklasse und: Schadenfreude. Im Ergebnis ein halbes Dutzend vergleichsweise poppig-ansprechender Groover mit Airplay-Chancen, zu denen neben den beiden Video-unterstützten Tracks auch Alpha Dog, Hapsburg oder Mockingjay zählen. Aus dem Rahmen fallen hier The Other Me mit seinem Stranglers-Gedächtnis-Bass und der Schlußtrack Mr W4 mit Beatbox,Sprechgesang & Synthieschwaden - der einzige Track diesmal, auf dem auch Baxters Sohn Kosmo mit von der Partie ist. Play Tracks 1,2, 4-8. Allbarone-Video - Baxter D. als Venedig-Tourist. Schadenfreude - Video - "I wrote a bitter review about a band you´re in.." |
TIPP&LIVE-TIPP |
27.11. Kantine, Köln 30.11. Übel & Gefährlich, Hamburg 01.12. Huxleys, Berlin 02.12. Karlstorbahnhof, Heidelberg Mit der aktuellen, vom UK über Benelux herüberschwappenden Tour zum im September neu veröffentlichten Album Allbarone schafft es Baxter Dury einmal mehr nicht nach Bavaria - Heidelberg muss in Sachen Süddeutschland reichen...Da ist es gut, wenigstens einen aktuellen ARTE Concert Festival-MItschnitt vom Pariser Gig Ende Oktober zu haben (auch wenn dabei erst nach einer Stunde - mit Allbarone - der Funke auf das eher zurückhaltende französische Showpublikum überzuspringen scheint). Der Brite mit dem berühmten Vater (Ian, Sie wissen schon, Hit Me With Your Rhythm Stick etc) mit dem sich Baxter vor allem auf dem letzten Album ausführlicher befasste, meldet sich mit dem vorliegenden, erstmals vom (auch als Remixer) profilierten Paul Epworth (Bloc Party, Adele, Florence & The Machine) in dessen Nordlondoner Church Studios produzierten Werk. https://baxterdury.bandcamp.com/album/allbarone Baxter Dury @ Cinesoundz: |
jonathan jeremiah - we come alive ♦ DI, 25.11. 20.00 - München - TECHNIKUM ⇓
PIAS Recordings
LIVE-NACHLESE ⇒ Es war der letzte Gig einer zweiwöchigen Tour, doch ein rauschendes Abschlussfest wurde es nicht im Münchner Technikum. An mangelnder Eingespieltheit konnte es kaum gelegen haben, dennoch brauchte insbesondere das Call & Response zwischem dem ständig in Richtung seiner Mischpult-Fachkraft gestikulierenden Jeremiah (nur Akustikgitarre/kein Vibraphon) und seinem Background-Chor, dem müde wirkenden Westend-Trio aus Amsterdam (Geige, Bratsche, Cello) eine Handvoll Songs, um einigermaßen rund zu laufen. Ein Zusammenbruch von Teilen des Schlagzeug-Sets und bis in die letzten Songs heftige Rückkopplungen taten ihr Übriges. We Come Alive...Konserve hui - Live eher pfui, musste der Chronist leider konstatieren, an diesem Abend im Münchner Werksviertel jedenfalls wurden Jeremiah & Mitstreiter*innen den feinen Studioarrangements nicht gerecht. ♦ - sr *
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TIPP&LIVE-TIPP
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19.11 COLOGNE 20.11 HAMBURG 23.11 FRANKFURT 24.11 BERLIN 25.11 MUNICH https://propeller-music.com/event/jonathan-jeremiah/ ♦ Support: Philippa Kinsky Bereits online: ein Clip vom Gig im Koninklijk Theater Carre am 21.11.25: Magic There´s No Stopping Me - Video Erst mit dem sechsten Studioalbum (dem Dritten auf PIAS) ist der in London geborene Songwriter & Producer Jonathan Jeremiah auch an unser Ohr gedrungen - (dementsprechend gespannt ist die Redaktion auf die anstehende Live-Performance´25). Dabei weist Jeremiahs breitwandig arrangierter, angedüsterter Soul-Folk durchaus Sound-Parallelen zum akustischen Schaffen von Marten Devolderes Warhaus auf, einem Dauergast an dieser Stelle. Jeremiahs Eltern, der anglo-indische Vater und die irisch-katholische Mutter, prägten mit ihren Vorlieben den Musikgeschmack des Teenagers: etwa mit Cat Stevens, Serge Gainsbourg oder John Martyn. Seit 2011 veröffentlichte JJ besonders in den Niederlanden erfolgreiche, Filmmusik-affine Alben (sein Idol John Barry bot kurz vor seinem Tod noch eine Zusammenarbeit an, zu der es nie kommen sollte). Jeremiah arbeitete dafür bereits mit mehreren Orchestern: Metropole Orkest, dem britischen Heritage Orchestra oder der Amsterdam Sinfonietta. Auf We Come Alive fällt der Part der nostalgisch-schwelgerischen Streicher dem Budapest Scoring Orchestra zu. https://www.jonathanjeremiah.co.uk Play Tracks 1-6, 8,9. |
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